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"Blatt für alle", 1969


 

 

Wer ist Werner Panton?

Man nennt ihn den Picasso unter den Designern; er ist bereits zur Lexikonprominenz aufgestiegen. Schlagen Sie einmal The international "Who is Who" auf, dann lesen Sie unter Verner Panton folgendes:
Dänischer Architekt und Designer, Studierte an der Technischen Hochschule in Odense an der Königlichen Kunstakadeliile in Kopenhagen. Arbeitete Im Atelier des weltberühmten Architekten Arne Jacobson. Entwirft Möbel, Teppiche, Vorhänge, Lampen und Wandschmuck. Wohnort: Binnlngen bel Basel, Schweiz.

.. Was In aller Welt hat Sie und Ihre Familie ausgerechnet nach Basel verschlagen?
Eine Frage, die zu stellen auch wir uns nicht enthalten konnten. Er kennt sie schon und beantwortet sie, weil das anscheinend sein muss, mit natürlicher und ein klein bissehen ironischer Gelassenheit:"Sehen Sie sich doch einmal die Landkarte an. Welche Stadt liegt wohl idealer, um sämtliche europäischen Städte im Norden, Süden, Osten und Westen möglichst rasch zu erreichen?"
Aber ziehen wir nicht so enge Grenzen. Europa recht und gut, das ist für ihn tägliches Business. Dazu kommen dann die grösseren "Ausflüge" vor allem Amerika und Australien. Und die Liste der gewonnenen Preise wird immer länger.

Über eines können Sie ganz sicher sein: Wenn Sie heute ein Panton-Modell 1969 antreffen, so erleben Sie eine echte Premiere. Nichts ist Kopie, nichts war schon da, auch nicht ähnlich. Das gibt es bei ihm nicht. Er hat selbst keinen Stil, keine festgefahrene Linie. Seine Leidenschaft ist das Neue, das Experiment. Seine absolute Stärke sind die wunderschönen Farbkombinationen, meistens Ton in Ton, kühle, sachliche Grafik. Dann auf einmal: grosse Emailplatten. schwarz und weiss, sanfte und weiche Linien. Das eine tun und das andere nicht lassen. Seine bevorzugten Materialien: Textilien, Kunststoffe, Aluminium, Email.

Ein Phantast? Ein Aussenseiter?

Sicher; wenn Sie auf der Suche nach einem neuen Plüschsofa sind, liegt Verner Panton wahrscheinlich nicht auf Ihrer Linie. Steht bei Ihnen jedoch Gemütlichkeit mit Grosszügigkelt auf derselben Seite, dann sind Sie ein .. Panton-Typ ... Und übrigens: seine Wohnideen entspringen einer absolut logischen und vernünftigen Ueberlegung: Das Jammern um zu kleine Zimmer soll doch endlich aufhören. Fazit: Höhe ausnutzen. Wie weit reichen schon Breite und Tiefe, also hinauf In die Höhe! Sehen Sie doch selbst einmal all die leere Höhe, jammerschade! Seien Sie modem, wohnen Sie dreidimensional. Zugegeben, anfangs kommen einem diese schwebenden Stühle allerdings ein bissehen komisch vor; man beginnt zu lachen, weil man auf einmal an die an der Decke schwebende Teegesellschaft im Film .. Mary Poppins.. erinnert wird. Aber glauben Sie mir, das geht vorüber. und in diesen Stühlen kommen Sie auch lachend wieder herunter...

Dabei hilft der Pantonsche Wohnturm, im Zimmer aufstellbar, schaumstoffgepolstert, chromblitzend, in zwei Geschosse unterteilt. Sie haben eine Mietwohnung? Irrtum, sie besitzen ein Einfamilienhaus. Parterre: sitzen, erster Stock: schlafen. .

Oder möchten Sie es vorerst nur mit einem Stuhl aus dem Hause Panton versuchen? Einem Stuhl aus einem Stück, in einem einzigen Arbeitsgang hergestellt, mit oder ohne Sitzpolster, in allen Farben; und falls Sie gleich mehrere kaufen: stapelbar sind sie auch. Auch da wieder funktionelles Wohnen. Ausserdem sitzen Sie dann auf einem preisgekrönten Stuhl, auf dem Gewinner des diesjährigen amerikanischen Designer-Preises!

Formen, Farben und Lichtspiele sind sein Element. Seine Lampen haben einen unaufhaltsamen Siegeszug angetreten, die einfachen bunten Kugellampen, die etwas verspielteren Muschellampen, die beim geringsten Luftzug leise klingeln, und natürlich auch die prächtigen Gebilde aus glitzernden Aluminiumplättchen. Formen, Farben und Lichtspiel aber auch zur Verschönerung der Wände. Emaillierte EIsenblechplatten, einzeln aufgehängt, als leuchtende Bilder. Es wird jedoch auch grosszügiger geliefert: eine ganze Emailwand ...

Etwas vom Grossartigsten sind jedoch seine Spiegelplastiken, in deren dreieckigen und viereckigen Facetten sich die Lichter tausendfach brechen... Verner Panton, Ein Mann des 20. Jahrhunderts? Ich glaube nicht. Ein Mensch aus dem Jahre X, ein Mensch der seine Zeit zum Jahrhundert der guten Ideen gemacht hat.

Autor unbekannt
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Picasso der Designer Un sedile d´aria md-article: Wire Chairs for Outdoor-by Panton for Plus-Linje md-article about the project of an administration building News from Cologne md-article about Storz&Palmer-series Kaufhof-article about Panton`s "Wohnlandschft" md-article about WEGA 3300HiFi Stacks of room Article SCHÖNER WOHNEN- Globus Magazine about Verner Panton`s "Wohnlandschaft" article STERN, 23.07.1967 md-article about upholstered furniture by Verner Panton "Kölnisches Tagebuch", 24.Januar 1968 - No.20  Flair-Magazine, 1969 "Blatt für alle", 1969 "FORM" No.46, 05/69 Article New York Times, 1969 "Wie halten Sie's mit dem Weihnachtsbaum?" Schweizer Illustrierte, 28.02.1972 "Was ihn umgibt hat er für andere entworfen" "Stuhl-Kunst von Verner Panton" Raum: article about the Art Chairs Kempinski-Journal, Issue 03/83 Schweizerische Handelszeitung, 16.10.1986 HÄUSER "Finanzwirtschaft"-Magazine, 19.09.1990 ELLE Interior 01/95 Article Ambiente Issue 1/97 Spiegel Special, No.5/1997 Designreport 10/98 Article in "BWIEBASEL", issue 1/99 Article in "Sonntagszeitung Trend" Hjerteforeningens Boerneklub Oberbadisches Volksblatt, 8./9. July 2000 article "Tagesanzeiger", 5. february 2000 Article Basler Zeitung, 3./4. february 2001 Article "Sonntagszeitung" 27. July 2003 Brigitte 02/2005-"VERNERS VISIONEN" Verner-Panton-Weg