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article STERN, 23.07.1967


 
Häuser kauft man fertig im Warenhaus
 

Häuser kauft man fertig im Warenhaus

STERN: Herr Panton welche Vorstellung hab Sie, wie die Menschen im Jahr 2000 bauen und wohnen werden?

Panton: Dreißig Jahre vorauszuenken bedeutet soviel wie 200 Jahre zurückzudenken. Die Stanford-Universität in Kalifornien stellte kürzlich fest, daß das Wissen der Menschheit heute sechzehn mal so groß ist wie im Jahre 1800. Allein von 1960 bis heute hat sich der Umfang des Wissens verdoppelt. Bisher haben Wissenschaftler und Techniker ihre Intelligenz auf die Entwicklung von Autos, Flugzeugen, auf die Raumfahrt, die Elektronik und auf die Verbesserung von Kriegsgerät konzentriert. Das Bauwesen haben sie den Handwerkern überlassen, die im Prinzip heute so weitermachen wie seit Hunderten von Jahren.

STERN: Und den Architekten natürlich ...

Panton: Leider! Stellen Sie sich einmal vor, Benz und Daimler hätten gewartet, bis Kutschenbauer und Pferdezüchter das Automobil erfunden hätten. Die Revolution im Bauwesen wird von Leuten kommen, die etwas vom Flugzeug- und vom Schiffbau und von industrieller Produktion verstehen. Häuser werden wie heute Automobile vom Fließband laufen. Sie werden mit kompletter Einrichtung geliefert. Man wird sie in Kaufhäusern auswählen und kaufen wie einen Anzug oder einen Fernseher.

STERN: Schrecken Sie nicht vor der eintönigen Uniformität solcher Fließband-Behausungen zurück?

Panton: Gar nicht. Es wird natürlich viele verschiedene Typen geben. Man wird Baukastensysteme entwerfen, die es ermöglichen, die Möblierung, die Größe und Anordnung der Zimmer beliebig zu variieren. Jedermann kann sein eigener Architekt sein. Unsere Lebensumstände werden sich in phantastischer Weise ändern, sobald Wissenschaftler und Forscher endlich ihren Verstand darauf konzentrieren, die Welt einzurichten, in der wir leben.

STERN: Wie, glauben Sie, wird diese Welt aussehen?

Panton: Es wird vor allem eine mein, in der sich alles rasch ändert. Die Menschen werden weniger seßhaft sein. S'ie werden wieder zu Nomaden, wie ursprünglich. Man wird erkennen, daß ein Haus nicht länger als zehn oder zwanzig Jahre stehenbleiben darf, weil es sonst die Entwicklung behindert. Man wird sich sehr darüber wundern, daß Architekten und Stadtplaner nach dem letzten Weltkrieg nicht stärker vor den großen Fehlern gewarnt haben...

STERN sprach mit Architekt Verner Panton, 41 Däne in Basel, dessen Entwürfe sich durch ungewöhnliche Formen auszeichnen.

Er sucht einen Weg, Möbel aus Kunststoffen in Massenfertigung herzustellen
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Picasso der Designer Un sedile d´aria md-article: Wire Chairs for Outdoor-by Panton for Plus-Linje md-article about the project of an administration building News from Cologne md-article about Storz&Palmer-series Kaufhof-article about Panton`s "Wohnlandschft" md-article about WEGA 3300HiFi Stacks of room Article SCHÖNER WOHNEN- Globus Magazine about Verner Panton`s "Wohnlandschaft" article STERN, 23.07.1967 md-article about upholstered furniture by Verner Panton "Kölnisches Tagebuch", 24.Januar 1968 - No.20  Flair-Magazine, 1969 "Blatt für alle", 1969 "FORM" No.46, 05/69 Article New York Times, 1969 "Wie halten Sie's mit dem Weihnachtsbaum?" Schweizer Illustrierte, 28.02.1972 "Was ihn umgibt hat er für andere entworfen" "Stuhl-Kunst von Verner Panton" Raum: article about the Art Chairs Kempinski-Journal, Issue 03/83 Schweizerische Handelszeitung, 16.10.1986 HÄUSER "Finanzwirtschaft"-Magazine, 19.09.1990 ELLE Interior 01/95 Article Ambiente Issue 1/97 Spiegel Special, No.5/1997 Designreport 10/98 Article in "BWIEBASEL", issue 1/99 Article in "Sonntagszeitung Trend" Hjerteforeningens Boerneklub Oberbadisches Volksblatt, 8./9. July 2000 article "Tagesanzeiger", 5. february 2000 Article Basler Zeitung, 3./4. february 2001 Article "Sonntagszeitung" 27. July 2003 Brigitte 02/2005-"VERNERS VISIONEN" Verner-Panton-Weg