"Kölnisches Tagebuch", 24.Januar 1968 - Nr.20
"Möbel sollen keine ästhetische Erbschaft sein, beladen mit Konvention und Tradition...
Mittwoch, 24. Januar 1968 - Nr. 20
KÖLNISCHES Tagebuch
"Möbel sollen keine ästhetische Erbschaft sein, beladen mit Konvention und Tradition. Sie sollen nichts anderes zu tun haben, als menschliche Tätigkeiten und besondere Funktionen so sinnvoll wie möglich zu unterstützen."
Der in Basel lebende dänische Architekt und Designer hat diesen Ausspruch
zu seinem Programm gemacht. Für ihn gibt es keinen Stillstand, keine zum "Stil" werdende Form. Er meint: "Der schlimmste Vorwurf, den man mir machen könnte wäre der, ich hätte einen Stil entwickelt. Das würde ja bedeuten, daß ich aufgehört habe zu experimentieren." Er will vielmehr Dinge machen, die logisch im Gebrauch sind und mit möglichst geringem Aufwand industriell hergestellt werden können. Von hier aus entstehen seine Formen, die, von der Überlieferung abweichend, oft ungewohnt und überraschend wirken. Er möchte "entwerfen für Leute, die etwas haben wollen, was es noch nicht gibt."
Das neueste Verner Panton-Programm wird jetzt in einer exklusiven Verkaufsschau vom Kaufhof vorgestellt. Was auf der Kölner Möbelmesse augenblicklich als Neuheit kreiiert wird, können die Kölner hier jetzt auch schon besichtigen. Dieses neue Programm ist optisch von einer verblüffend neue Schönheit, die Möbel sind bequem und auf ganz besondere Weise praktisch. Hinzu kommt eine erfrischende Farbigkeit. Interessant und neu ist auch das Zusammenspiel zwischen Bodenbelag und Einrichtungsteilen. Mit seiner Idee des "Dreidimensionalen" schafft er unbeschränkte Variationsmöglichkeiten, die durch Farbkombinatiopen noch erweitert werden können. Wand- und Teppichfliesen passeen in ihren Ausmaßen genau zu den Sesseln und Hockern, die mit Tabletten wiederum in Tische verwandelt werden können. In allen Teilen geht er von einem einzigen festgelegten Grundrißschema aus: Wer heute schon mit dem Blick auf morgen leben will, wird in der Kaufhof-Ausstellung viele Möglich keiten finden.
Autor unbekannt