1950-Verner Panton, Tove Kemp und Poul Henningsen
Heirat mit Tove Kemp, der Stieftochter des Designers Poul Henningsen
Während seines Architekturstudiums lernte Panton Tove Kemp kennen, die Stieftochter des Architekten und Designers Poul Henningsen. Die 1950 geschlossene Ehe mit Tove, aus der ein früh verstorbener Sohn hervorging, hatte nur kurze Zeit Bestand. Die enge Freundschaft zwischen Verner Panton und Poul Henningsen, der bald zum wichtigsten Mentor Pantons wurde, hielt hingegen bis zum Tode von Poul Henningsen 1967.
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1944-1947
Besuch der Technischen Hochschule in Odense.
1947-1951
Architekturstudium an der Königlichen Kunstakademie in Kopenhagen.
1950-1952
Mitarbeit im Büro des berühmten dänischen Architekten und Designers
Arne Jacobsen.
1953
Auf mehreren ausgedehnten
Europareisen in einem zum mobilen Zeichenbüro umgebauten VW-Bus
orientiert sich Panton über das internationale Designgeschehen und knüpft Kontakte zu Kollegen,
Herstellern und Händlern.
Es entstehen zahlreiche Architekturprojekte und Möbelentwürfe.
1955
Der renomierte dänische Möbelhersteller Fritz Hansen bringt die ersten in Serie produzierten Möbel Pantons, den
Bachelor-Chair heraus.
1955
Ebenfalls bringt Fritz Hansen die erste in Serie des
Tivoli-Chair heraus.
1958
Mit der Erweiterung und Ausgestaltung der elterlichen Ausflugsgaststätte
Kom-igen auf Gut Langesø Park auf Fünen, für die er auch den Tütenstuhl entwarf, erregt Panton in Dänemark grosses Aufsehen.
1959
Beginn der Zusammenarbeit mit den dänischen Firmen Plus-Linje (Möbel der Tütenstuhlserie),
Unika Væv (Textilien) und Louis Poulsen (Leuchten).
1961
Panton stellt seine Möbel, Textilien und Leuchten im legendären schwarzen Heft der Design-Zeitschrift Mobilia und bei Möbel Pfister in Zürich vor.
1963
Übersiedlung nach Basel, Beginn der Zusammenarbeit mit Herman Miller/Vitra.
Panton erhält den International Design Award, USA (der Preis wird ihm nochmal 1986 und 1981 verliehen).
1964
Heirat mit Marianne in Basel; auf der Kölner Möbelmesse werden erstmals die
Muschellampen in Frankfurt auf Lübers Stand gezeigt.
Die Sensation der Messe aber sind die Flying-Chairs.
1965
Thonet bringt mit dem
S-Chair (Modell 275) von Panton den ersten Freischwinger aus gebogenem
Schichtholz heraus.
1968
Gestaltung der Ausstellung auf dem Dralon-Schiff (später
Visiona 0 genannt) für die Firma Bayer
anlässlich der Kölner Möbelmesse.
Die Flower-Pot-Leuchte kommt heraus.
Panton erhält den Preis Eurodomus 2, Italien.
Ausgestaltung des Spiegel-Verlagshauses.
Auf einer Gemenischaftsausstellung u.a. mit Charles Eames und Joe Colombo im Louvre in Paris wird der
Living-Tower präsentiert.
Panton wird die Medaille des Österreichischen Bauzentrums verliehen.
1969
Für das
Spiegelverlagshaus, das 1969 einen modernistischen Neubau an der Hamburger Ost-West-Straße bezog, entwarf Panton, den Eingangsbereich mit Hof und Eingangshalle, die Lobby, die Kantine samt Bar, den im Keller des Gebäudes gelegenen Swimmingpool für die Mitarbeiter, den Raum für die Redaktionskonferenzen samt lobbyartigem Wartebereich sowie das Farbkonzept für die Flure des Verwaltungs- bzw. Redaktionshochhauses.
1970
Gestaltung der
Visiona 2-Ausstellung für die Firma Bayer anlässlich der Kölner Möbelmesse, wo auch die erste Mira-X-Kollektion gezeigt wurde.
1973
Panton erhält der Bundespreis «Gute Form», Deutschland.
1978
Louis Poulsen bringt die Leuchtenserie
VP-Europa auf den Markt.
1979
Panton erhält den Møbelprisen, Dänemark.
Auf der internationalen Schweizer Möbelmesse in Basel wird Panton mit der Sonderausstellung
Pantorama geehrt.
1981-1984
Panton wird fünfmal der Preis Deutsche Auswahl, Deutschland verliehen.
1984
Nach einem Farbkonzept von Panton wird das
Zirkusgebäude in Kopenhagen renoviert.
Panton erhält eine Gastprofessur an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach.
1986
Panton erhält den Sadolin-Farve-Pris, Dänemark.Panton erhält der Bundespreis «Gute Form».
1990
Der Panton-Stuhl wird wieder ins Programm von Vitra aufgenommen,
Anlass für berühmte Designerkollegen ihre
Hommage à Panton zu präsentieren.
1991
Panton erhält den Dansk Designgråd Årspris, Dänemark.
1992
Er erhält den Norwegischen Designpreis.
1994
Für Ikea entwirft Panton den Stuhl
Vilbert.
1998
Die dänische Königin verleiht Panton für sein Lebenswerk das Ritterkreuz vom Dannebrog-Orden.
Mit dem Panto-Pop und dem multifunktionalem Möbel Phantom bringt Innovation Randers modifizierte
Re-Editionen von zwei ursprünglichen für die Visiona 2-Ausstellung entstandenen Entwürfe heraus.
Am 5. September stirbt Panton im Alter von 72 Jahren in Kopennhagen.
Im Trapholt Museum in Kolding wird am 17. September die letzte von ihm gestaltete Ausstellung
Licht und Farben eröffnet.
2000
Verner Pantons außergewöhnlich umfangreiches und vielfältiges Werk, dem das Vitra Design Museum jetzt eine breit angelegte
Retrospektive widmet, wird deshalb heute zurecht als ein wesentlicher Beitrag zur Designentwicklung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts begriffen.